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Südtirol - Dolomiten
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TOBLACH
(1.256 m)
Einwohner 3.237
Gästebetten und Campingstellplätze 5.436
Die erste Besiedelung auf Toblachs Boden ist vermutlich auf die Hallstattzeit zurückzuführen. Die ersten Bewohner dürften Illyrer gewesen sein. Im Jahre 769 gründeten Benediktiner in Innichen ein Kloster. Mit der Gründung von Ortschaften in der Umgebung, bildeten sich mit der Zeit selbständige Pfarreien, so auch jene von Toblach. Der Ort Toblach oder „vicus Duplagum“ oder „Duplago“ wird erstmals im Jahr 827 urkundlich erwähnt. Um 1020 erscheint der Name „Topplach“ und um 1158 bereits die heutige Bezeichnung Toblach. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts begann Toblach sich als Fremdenverkehrsort zu etablieren. Durch die Fertigstellung der Südbahnlinie im Jahr 1871 und des Südbahnhotels hat der Fremdenverkehr einen enormen Aufschwung genommen. Im exklusiven Grandhotel, dem ehemaligen Südbahnhotel, stiegen illustre Gäste ab, wie u.a. der deutsche Kronprinz Friedrich Wilhelm oder König Albert von Sachsen.
PFARRKIRCHE
ZUM HL. JOHANNES DEM TÄUFER:
Die Pfarrkirche ist zweifellos die stattlichste Barockkirche im ganzen
Pustertal. Auf den Fundamenten einer romanischen und später gotischen
Kirche erbaut, wurde - dem künstlerischen Trend der Zeit folgend -
von 1764 bis 1774 die heutige Barockkirche erbaut. Mit der Planung und
Bauleitung wurde der Toblacher Baumeister Rudolf Schraffl betraut. Der
Pfarrturm, der sich frei im Nordwesten des Hauptschiffes erhebt, wurde
1804 fertiggestellt.
Besichtigungsmöglickeiten: täglich 7-20 Uhr
ÄLTESTER KREUZWEG TIROLS:
Am Südausgang des Friedhofs steht die erste der fünf Passionskapellen,
die entlang der Maximilianstraße den Weg säumen. Es sind fünf
kapellenartige Bildstöcke mit Passionsszenen an der Rückwand.
Das öfters angebrachte Wappen der Herbst lassen sicher die Gebrüder
Christoph und Kaspar Herbst als Stifter erkennen. Die Passionskapellen
stammen aus dem Jahre 1519 und bildeten mit der ehemaligen görzischen
Kapelle in der Pfarrkirche als Ausgangspunkt und der Rundkapelle im Lerschach
als Endpunkt den sogenannten „Kalvarienberg".
WALLFAHRTSKIRCHE ZU AUFKIRCHEN:
Zum ersten Mal urkundlich erwähnt wurde der bekannte Wallfahrtsort
Aufkirchen in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Da die ursprüngliche
Kirche durch das Aufblühen der Marienwallfahrt zu klein wurde, errichtete
man um 1470 eine im gotischen Stil erbaute Kirche. Bemerkenswert sind das
gotische Mittelrelief (um 1475) und die Seitenfiguren (1475).
Besichtigungmöglichkeiten: täglich 7-19 Uhr
PFARRKIRCHE VON WAHLEN:
Die aus dem 14. oder 15. Jahrhundert stammende Kirche ist dem hl. Nikolaus
geweiht, der als Schutzpatron gegen Wasser und Lawinengefahr verehrt wird.
Tatsächlich ist der Silvesterbach in den Jahren 1823, 1857, und 1882
aus seinen Ufern getreten und hat verheerende Schäden angerichtet.
Eine dieser Überschwemmungen hat auch den unterirdischen Gang zerstört,
der einst die Herbstenburg mit dem Roten Turm verband.
Besichtigungmöglichkeiten: täglich 7-19 Uhr
ST.PETER AM KOFEL:
Der über Aufkirchen gelegene Waldhügel wurde schon in vorgeschichtlicher
Zeit besiedelt. Über die Entstehung des Kirchleins, von dem heute
nur mehr dürftige Mauerreste übriggeblieben sind, wird berichtet,
daß in den Wirren der Völkerwanderungszeit aus Aguntum einzelne
Priester hier Zuflucht gesucht haben. Erstmals urkundlich erwähnt
wurde das Kirchlein 1329. 1987 wurde es restauriert.
DAS „ALTE KIRCHL“ VON FRONDEIGEN:
Wie alt das Kirchlein ist, läßt sich heute nicht mehr genau
feststellen. Der älteste Teil ist jedenfalls jener der heute hinter
den Eisengittern zu sehen ist. Das Kirchlein wurde im Jahre 1595 vergrößert.
Man vermutet, daß es sich bei diesem Bau um eines der sogenannten
„Peststöckl" handelt (1564 wurde das Land von einer schweren Pestseuche
heimgesucht).
HERBSTENBURG:
Gleich hinter dem Friedhof der Pfarrkirche erheben sich die mächtigen,
festungsartigen Mauern der Herbstenburg. Die Burg wurde 1500 von den Brüdern
Kaspar und Christoph Herbst zu Herbstenburg als Vogteisitz erworben und
zu einer befestigten Anlage umgebaut. Im Jahre 1511 diente die Herbstenburg
Kaiser Maximilian I. als Hofquartier. Heute steht der Ansitz in Privatbesitz
einer adeligen Familie.
DER ROTE TURM (um 1430 errichtet):
Nach dem Erbauer „Hornberger Turm" genannt, erhielt das Bauwerk später
wegen seines rötlichen Anstriches die Bezeichnung „Roter Turm". Der
Turm wechselte häufig seine Besitzer: von der Adelsfamile Kurz zu
Thurn (1559) bis zu den Herren von Winkelhofen (1580). Seit 1736 ist der
Rote Turm in Privatbesitz.
GUSTAV-MAHLER-HAUS UND KOMPONIERHÄUSCHEN:
„Hier ist es wunderherrlich und repariert ganz sicher Leib und Seele
..." so empfand Gustav Mahler der berühmte böhmische Komponist
seine Sommerfrische in Toblach. Er verweilte in den Sommermonaten von 1908
bis 1910 auf dem Trenkerhof in Altschluderbach, wo er die „Neunte", die
unvollendete „Zehnte" und das „Lied der Erde" schuf. Heute kann man eines
der Zimmer besichtigen, wo Mahler mit seiner Frau Alma wohnte, sowie das
Komponierhäuschen (im Wildpark), ein kleines Holzhäuschen, das
Mahler erbauen ließ, um ungestört arbeiten zu können. Alle
Jahre findet im Monat Juli in Toblach eine Musikwoche in memoriam Gustav
Mahler statt.
Besichtigungsmöglichkeiten: Juli bis September zweimal wöchentlich
Führung, Information im Tourismusbüro
TOBLACHER
SEE UND DÜRRENSEE:
Der Toblacher See (Bootsverleih im Sommer, Eisstockschießen im
Winter) und der Dürrensee, eingebettet zwischen mächtigen Bergmassiven,
wie dem Cristallo, dem Birkenkofel und der Neunergruppe im romantischen
Höhlensteintal bilden wohl ein einzigartiges Schauspiel der Natur.
Die beiden Wasserspiegel in abwechselnd blau-grün schimmernden Farbtönen
sind ein magischer Pol für viele Erholungssuchende. Bei einem Spaziergang
rund um den Toblacher See, vorbei an Nistplätzen seltener Vogelarten
oder bei einer Bootsfahrt an einem heißen Sommertag kann man Natur
pur erleben. Wenn die letzten Sonnenstrahlen hinter den Fichtenwäldern
verschwinden und die Dämmerung über das Höhlensteintal hereinbricht,
lassen Licht- und Schattenspiele allerlei dunkle Gestalten erscheinen,
die seit je her in den Dolomitensagen ihr Unwesen treiben. Eine dieser
Sagen erzählt von einer schönen Fee, die in manchen Vollmondnächten
in einem Schifflein auf dem Toblacher See auf ihren Prinzen aus dem Fanesreich
wartete.
Prospekte und Informationen erhalten Sie:
Tourismusverein Toblach
I-39034 Toblach, Dolomitenstr. 3, Telefon 0039-0474-972132,
Telefax 0039-0474-972730
Öffnungszeiten: MO-FR 8-12 Uhr + 15-18 Uhr
e-Mail und Prospektanforderung